D a s   G o t h a e r   A r e a l

Um überhaupt zu verstehen, wo wir uns mit dem Gothaer-Areal befinden, lohnt es sich, zuerst einige historische Karten Göttingens zu betrachten.

1897, Stadtplan aus dem Allgemeinen Adressbuch Göttingens, Vandenhoeck & Rupprecht Verlag, Digitalisierung: SUB Göttingen.

vollständige Karte (25.9 MB)

Leider liegt die Städtische Kaserne unwesentlich südöstlich des Kartenrandes und ist somit nicht zu sehen. Die Kaserne wurde jedoch ca. 1895 - 1897 errichtet und wurde seit 1897 genutzt.

1924 :: Deutlich eingezeichnet sehen wir 27 Jahre später die Städtische Kaserne vor uns: Es handelt sich dabei um das südöstlichste mit Kas. gekennzeichnete Gelände. Seine Gebäude liegen in einer Flucht an der Geismar Chaussee (Landstraße), beginnend ab der Ecke Friedländer Weg. Besonders schön ist es, dass wir die einzelnen Gebäude erkennen können; zumindest die Grundrisse lassen die aktuelle Bebauung des Gothaer-Areals durchscheinen.

1924, Reichsamt zur Landesaufnahme, Digitalisierung: Eigene Anfertigung (CC)

1924 :: Die genaue Lage der Städtischen Kaserne wird natürlich erkennbar, wenn wir uns einen größeren Ausschnitt der Karte anschauen.

1924, Reichsamt zur Landesaufnahme, Digitalisierung: Eigene Anfertigung (CC)

1926 :: Ein charmanter Plan des Göttinger Stadtwaldes aus einem zeitgenössischen Wanderführer zeigt uns auch die Umgebung der Kaserne, die vollständige Karte lädt zum Wandern auf früheren Pfaden ein!

1926, Verkehrsbüro Göttingen, Digitalisierung: Eigene Anfertigung (CC)

1964 :: Und wir machen erneut einen Zeitsprung: Nach 1945 wird die Städtische Kaserne aufgegeben und nur noch die Ziethenkaserne von der Bundeswehr belegt. Ab 1949 mietet die Gothaer Lebensversicherung das Areal, ehe sie es 1955 kauft. Ab 1957 wure das vierte Gymnasium, das spätere Theodor-Heuss-Gymnasium in der Weißen Schule gegründet und zog erst ab 1961 nach und nach in einen eigenen Neubau.

1964, Verkehrsbüro Göttingen, Digitalisierung: Eigene Anfertigung (CC)

Wenn Sie einen Eindruck vom Gothaer-Areal haben möchten, schauen Sie doch am Besten selbst dort vorbei. Wenn Ihnen das in Corona-Zeiten nicht möglich ist, können Sie das Gelände auch virtuell erkunden: Google Maps bietet schöne 3D-Ansichten der Gebäude.

Nun können Sie aber erst einmal Ihre Reise auf dieser Website fortsetzen: Zuerst können Sie die Geschichte der einzelnen Gebäude des Geländes erkunden und danach die Entwicklungsschritte des Geländes vergleichen. Ihre Reise schließt mit einer Foto-Tour über das Gelände ab.

FREIES VERLAGSHAUS
Göttingen, 2020